KM-2010-6-Raab

Kosmetische Medizin 6-2010: 280-292

VIRAL INDUCED ZOONOSES OF THE SKIN
Viral bedingte Zoonosen der Haut

WOLFGANG RAAB

SCHLÜSSELWÖRTER: Arboviren, Arenaviren, Dengue-Fieber, Zoonosen

ZUSAMMENFASSUNG:
Zoonosen (Zootien) sind Infektionen, die auf natürlichem Weg von Tieren auf den Menschen übertragen werden (Definition der WHO). In 55 % der Erkrankungsfälle sind Viren die Verursacher von Zoonosen, in 18 % der Fälle Bakterien, in 14 % der Fälle Pilze und in 13 % der Fälle Parasiten. Für die Ärzteschaft Europas stellen virale Zoonosen ein steigendes Problem dar. Tropenreisende Patienten unter immunsuppressiven Medikamenten oder mit Erkrankungen des Immunsystems sind besonders gefährdet. Die vorliegende Übersicht beschäftigt sich mit den wichtigsten von Tieren auf den Menschen übertragenen Viruskrankheiten.

Die Hautveränderungen sind oft wenig charakteristisch, nur in Zusammenschau mit den vorliegenden Allgemeinsymptomen, oft auch mit neurologischen Ausfällen ist eine Verdachtsdiagnose möglich. Bestätigung bringt in vielen Fällen erst die Serumuntersuchung. Die Zunahme insbesondere der durch Mücken übertragenen viralen Zoonosen hängt zumindest zum Teil mit ökologischen und klimatischen Faktoren zusammen. Virale Zoonosen sollten mehr als bisher in die  Differenzialdiagnostischen Überlegungen bei Exanthemen verschiedenster Morphe einbezogen werden, insbesondere bei gleichzeitigem Bestehen von Gelenksentzündungen oder von neurologischen Symptomen.

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