KM-2012-2-Weidmann

Kosmetische Medizin 33(2-2012): 48 – 52

Die Behandlung von Keloiden und hypertrophen Narben durch intraläsionale Kryotherapie

1 YARON HAR-SHAI UND 2 MICHAEL J. WEIDMANN

1 The Ruth and Bruce Rappaport Faculty of Medicine, Carmel Medical Center, Haifa
2 Klinik am Forsterpark, Augsburg

SCHLÜSSELWÖRTER: Keloide, intraläsionale Kryotherapie, Kontaktkryotherapie

ZUSAMMENFASSUNG:
Es gibt eine nicht unerhebliche Zahl von Patienten, die nach einem Eingriff ein Keloid entwickeln. Neben Jucken und starken Schmerzen sind einige Patienten verzweifelt oder leiden unter Depressionen. Durch die Modeerscheinung des Piercing ist die Zahl der Betroffenen noch gestiegen, denn gerade die Ohren sind die Region, an der Keloide am häufigsten entstehen. Nach Aussage von Prof. Dr. Zouboulis vom Klinikum in Dessau kann bei 2 % der Oberkörper-OPs von einer Keloidbildung ausgegangen werden. Alle von uns in der Vergangenheit durchgeführten konservativen Behandlungsoptionen konnten lediglich lindern, nicht jedoch zu einer langfristigen, sichtbaren und den Patienten befriedigenden Reduktion der Symptomatik beitragen oder gar Rezidive verhindern.

Seit Anfang 2012 kann auch in Deutschland mit einer neuen Behandlungsmethode therapiert werden, die bereits seit einigen Jahren erprobt wurde: Die intraläsionale Kryotherapie. Die Technik wurde von Prof. Har-Shai, Haifa, in Kooperation mit dem weltweit führenden Spezialisten für Kryochirurgie, Prof. Zouboulis vom Klinikum in Dessau entwickelt. Unter Berücksichtigung der jüngsten Wissenschaftlichen Ergebnisse ist die intraläsionale Kryochirurgie als die Therapie der Wahl für die Behandlung von Keloiden und größeren hypertrophen Narben anzusehen. Die Kombination mit einer intraläsionalen Steroidgabe ist möglich. Die Ursachen einer Keloidbildung und die wissenschaftlichen Ergebnisse der intraläsionalen Kryotherapie werden hier beschrieben.

[download id=”260″ format=”2″]