KM-2012-3-Holcova

Kosmetische Medizin 33(3-2012): 100-104

Inhibierung der Entwicklung von Lippenbläschen durch frühzeitige Anwendung eines pflegenden Lippenbalsams mit dem Wirkstoff Propolis Spezialextrakt GH 2002 im Vergleich mit Aciclovircreme 5 %

SIMONA HOLCOVÁ1, MARIE HLADIKOVÁ2

1 Dermatologisches Ambulatorium, Jugoslávská, 13, CZ-61300 Brünn, Tschechische Republik. E-mail: simona.holcova@email.cz
2 Abteilung für Medizinische Informatik, 2. Medizinische Fakultät der Karls-Universität Prag, V Úvalu 84, CZ-15006 Prag 5, Tschechische Republik. E-mail: statistika.hladikova@seznam.cz

SCHLÜSSELWÖRTER: Propolis Spezialextrakt GH 2002, Lippenbläschen, HSV-1, dermatologische Studie

ZUSAMMENFASSUNG:
Im Rahmen einer Anwendungsstudie erhielten 102 Patienten im Prodromalstadium von Herpes labialis entweder eine Creme mit 0,5 % des Propolis-Spezialextraktes GH 2002 (n = 54), oder Aciclovir-Creme 5 % als Referenz (n = 48). Die Studiendauer betrug neun Tage. Bei frühzeitigem Einsatz des Propolis-Lippenbalsams zeigte sich dabei ein kontinuierlicher Rückgang der Schmerzsymptomatik, gemessen anhand einer 100 mm visuellen Analogskala (VAS), mit statistisch signifikanten Unterschieden zum Ausgangswert zu den beiden Bewertungszeitpunkten Tag 2 und Tag 4 (jeweils ≤ 3 × 10-6). Die Schmerzen verringerten sich von ursprünglich 29,91 mm VAS auf 21,98 mm an Tag 2, und schließlich auf 11,93 mm an Tag 4. Dagegen zeigte sich unter Aciclovir ein Anstieg der Schmerzen von anfangs 34,04 mm auf 47,17 mm VAS an Tag 2, gefolgt von einer Besserung auf 37,19 mm VAS, wobei die Schmerzintensität noch immer über dem Ausgangswert lag. Damit betrug der Gruppenunterschied zu beiden Zeitpunkten 25,2 mm, entsprechend einem Viertel der Gesamtskala zugunsten Von Propolis-Spezialextrakt GH 2002.

Zudem verkürzte sich der Episodenverlauf unter Propolis bei 79,6 % der Probanden in Richtung eines direkten Übergangs vom Erythemalstadium zur Abheilung, unter Auslassung des Bläschen- und Krustenstadiums. Im Arzturteil wurde die Propoliscreme in 90,7 % der Fälle als gut bis sehr gut bewertet, während diese Einschätzung bei Aciclovir nur bei 39,6 % der Probanden getroffen wurde. Beide Prüfpräparate erwiesen sich als sehr gut verträglich, es traten keine unerwünschten Effekte oder Unverträglichkeitsreaktionen auf.

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